Kreishandwerkerschaft Rhein-Westerwald

15. Empfang des Handwerks


Es ist schon zur guten Tradition geworden, dass die Kreishandwerkerschaft einmal im Jahr alle Vertreter der Innungen, Politik, der Verwaltung und der Wirtschaft einlädt. Einerseits will man ins Gespräch kommen, andererseits  aber auch erfolgreiche junge Handwerker und langjährige Leistungsträger ehren. Diese sicher über jeden Zweifel erhabenen Absichten brachten auch in diesem Jahr Handwerker aller Fachrichtungen mit einer großen Anzahl regionaler Prominenz aus den drei Kreisen Altenkirchen, Neuwied und Westerwald zusammen. Die Veranstaltung, die in diesem Jahr in der Stadthalle in Ransbach-Baumbach stattfand, bot einen würdigen Rahmen für die Ehrung der prüfungsbesten Junghandwerker/innen und der Handwerksmeister/innen die den „Silbernen und Diamantenen Meisterbrief“ in Empfang nehmen konnten. Rudolf Röser, Vors. Kreishandwerksmeister, eröffnete die Veranstaltung und zeigte sich erfreut über die gute Resonanz des nunmehr 15. Jahresempfanges. Er wertete dies als ein Indiz dafür, dass sich der Handwerksempfang etabliert habe und zu einem festen Ereignis innerhalb der Region geworden sei. Rund 420 Gäste waren der Einladung des Handwerks gefolgt. Röser begrüßte die zu ehrenden Jugendlichen und Meister/innen sowie deren Familienangehörige und würdigte ihre Leistungen.

Natürlich galt sein Willkommensgruß auch den zahlreichen Repräsentanten und Ehrengästen des öffentlichen Lebens, der Bundes-, Landes-, Kreis und Kommunalpolitik, der Kreditinstitute und Vertreter von Berufsschulen, Krankenkassen und den Arbeitsagenturen. Nicht zu vergessen, den Bürgermeistern und deren Stellvertretern aus den Kreisen Altenkirchen, Neuwied und Westerwald. In seiner Ansprache ging Röser auf die Leistungsfähigkeit des Handwerks und den, wie in allen Wirtschaftsbereichen vorherrschenden, Fachkräftemangel ein. „Handwerk ist geprägt durch Verantwortung, Eigeninitiative, Leistungs- und Innovationsbereitschaft. Handwerk lebt und arbeitet in unserer Region und trägt damit dazu bei, dass auch unsere ländlichen Räume zu Regionen der Zukunft werden. Es bildet aus und lässt die Steuerkassen klingen“ so der Kreishandwerksmeister. Er machte deutlich, dass die Bereitschaft zur Mehrarbeit, Bodenhaftung und Kundennähe besondere Eigenschaften des Handwerks seien und Flexibilität im Umgang mit Kunden zum Tagesgeschäft gehöre. Und hier schlug der Kreishandwerksmeister den Bogen zu dem Fachkräftemangel. „Die Gesellschaft sollte aber eines tun, dafür sorgen, dass wir auch die notwendige Unterstützung für das Handwerk erhalten. Wir sind kleine und mittelständische Unternehmen, flexible Einheiten. Wir arbeiten im Team. Deshalb brauchen wir für unsere Betriebe teamfähige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Leider hat auch das Handwerk nach wie vor mit der demographischen Entwicklung zu kämpfen. Wenngleich wir auch in diesem Jahr Zuwächse bei den Auszubildenden verzeichnen können, reicht dies bei Weitem nicht aus. Deshalb ist es heute auch eine gute Gelegenheit für mich, darauf aufmerksam zu machen, dass uns der Berufsnachwuchs fehlt“, so Röser weiter. Er wies darauf hin, dass es dabei nicht um Quantitäten gehe, sondern insbesondere auch um die erforderlichen Qualifikationen, die die Bewerber mitbringen müssen, damit sie die duale Ausbildung erfolgreich abschließen könnten. Hier richtete sich seine Forderung an die Politik, den Bildungssektor weiter auszubauen. Auch der Landrat des Westerwaldkreises, Achim Schwickert, sprach ein Grußwort und unterstrich darin die Bedeutung des Handwerks für die Region. Dr. Andreas Reingen, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Westerwald-Sieg, überbrachte als Vertreter der örtlichen Sparkasse ebenfalls die Grüße des Vorstandes der Sparkasse Neuwied. Für hervorragende Prüfungsleistungen erhielten 31 junge Handwerker/innen eine Urkunde und mit dem „Silbernen Meisterbrief“ wurden 57 Handwerksmeisterinnen und –meister geehrt. Einen kräftigen Applaus erhielten die Jubilare, die vor 60 Jahren ihre Meisterprüfung abgelegt hatten die Fleischermeister Erwin Künkler und Kurt Birk, Schmiedemeister Alfred Lotz, Tischlermeister Ottomar Heep und Büroinformationselektronikermeister Norbert Jonas nahmen strahlend die Urkunde für ihr Diamantenes Meisterjubiläum entgegen. Dank prägte das Schlusswort von Kreishandwerksmeister Rolf Wanja. Neben den Unterstützern des Empfangs bedankte er sich auch bei der Band Dolicé und Kabo, die den Empfang des Handwerks musikalisch verschönerte. Mit dem Hinweis auf den nächsten Empfang des Handwerks, am 24.11.2018 im Kreis Altenkirchen, endete die Veranstaltung.

Bilder der Veranstaltung finden Sie hier
Verantwortlich: Kreishandwerkerschaft Rhein-Westerwald