Kreishandwerkerschaft Rhein-Westerwald

Zimmerer-Innung Rhein-Westerwald


Innungsversammlung der Zimmerer-Innung Rhein-Westerwald

„Die wirtschaftliche Lage der Zimmerer- und Holzbaubranche zeigte sich auch im zurückliegenden Jahr 2018 sehr stabil“,

so Obermeister Peter Menges zu Beginn seines Jahresrückblickes anlässlich der diesjährigen Innungsversammlung. Bei sonnigem Frühlingswetter konnte Obermeister Menges einen Großteil der Mitgliedsbetriebe im Tagungslokal Freimühle begrüßen und willkommen heißen.

Entgegen der Abläufe der Innungsversammlungen aus den vergangenen Jahren hatte sich der Vorstand in diesem Jahr dazu entschieden, einmal ein etwas anderes Konzept anzuwenden, das mehr auf den Gedankenaustausch und die Diskussion der teilnehmenden Mitglieder abstellte. Dies auch vor dem Hintergrund, dass die Problemstellungen letztendlich in den Betrieben sehr ähnlich, die Herangehensweisen jedoch oftmals sehr unterschiedlich sind.

Zu Beginn der Versammlung stand jedoch nach alt bewährter Tradition der Geschäftsbericht des Obermeisters auf der Tagesordnung. Menges ging in seinem umfangreichen Geschäfts-bericht sowohl auf die wirtschaftliche Lage im Zimmerer-Handwerk als auch auf die politische Lage in unserem Land ein. Er wertete das vergangene Jahr als äußerst positiv und blickte gleichzeitig optimistisch in die Zukunft. „Die Auftragsbücher bei den meisten Kollegen sind bereits gut gefüllt. Die Kunden müssen sich auf längere Wartezeiten einstellen.“ Kritisch wertete Obermeister Menges jedoch die politische Landschaft. „Noch immer arbeitet die Führungsmannschaft nicht als Team und wird sich zu viel mit Personalien und Parteiinterna beschäftigt. Dabei gibt es eine Menge offener Fragen, die seitens der Politik beantwortet werden müssten“. Hier ging der Obermeister neben dem Dieselfahrverbot, der Digitalisierung und den Spekulationen über die Abschaffung des Soli-Beitrags auch auf die Rückführung der Meisterpflicht in den verschiedenen Handwerksberufen ein. „Die sogenannte Meisternovelle von 2004 war ein großer politischer Fehler, der nun endlich korrigiert werden muss. Dann ist im Handwerk viel mehr möglich. Die Bundesregierung muss auch hier ihre Hausaufgaben machen.“

Nachdem Obermeister Menges auf die Innungsdaten und die Aktivitäten des vergangenen Jahres eingegangen war, schloss er seinen Jahresrückblick mit dem Dank an seine Vorstandskollegen/in für die konstruktive und harmonische Zusammenarbeit.

Einstimmig wurden die Jahresrechnung 2018 sowie der Haushaltsplan 2019 verabschiedet.

Unter dem Titel „Die Herausforderungen unserer Zeit: Digitalisierung, Fachkräftemangel und vieles mehr…“ stand danach der aktive Erfahrungsaustausch auf der Agenda. Unter der Leitung von Vorstandskollegen und Lehrlingswart Holger Kappler sowie Obermeister Menges kam es zu einer regen Diskussion der anwesenden Versammlungsteilnehmer, zu den verschiedenen Themen, die die unterschiedlichen Sichtweisen der einzelnen Kollegen offenbarte. Übereinstimmung herrschte jedoch beim Punkt Digitalisierung und die Einbindung junger Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in diesem Bereich. Es wurde angeregt, in den nächsten Wochen einen Workshop mit den jungen Leuten zu veranstalten, um neue Ideen und Gedankengänge auch im Bereich der Social-Media zu entwickeln. Nachdem alle Tagesordnungspunkte abgehandelt waren, wurde die Versammlung bei einem gemeinsamen Abendessen ausklingen lassen.

 

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